Kauf dir ein Auto, wenn Du Erasmus machst

Diese Idee entstand aus einem Misstand heraus: Autos zu mieten ist für junge Menschen, wie Erasmusstudenten, sehr teuer. Bei den großen, bekannten Autovermietungen zahlt man locker mal 150 Euro für ein Wochenende, zuzüglich Sprit und Reinigungskosten. Festzumachen ist das in erster Linie an sogenanten „Young Driver“-Gebühren für Menschen unter 21, 23 oder 25 Jahren.

Weil man als Erasmusstudent neben seinem großen Reisedrang endlich auch mal ausreichend Zeit zum Reisen hat, ergeben sich viele Gelegenheiten, zu denen man so ein Auto gut brauchen könnte. Denn: Der öffentliche Personennahverkehr ist hier in Spanien nur mäßig ausgebaut. Überland- und Langestreckenbusse, die einen in die nächste Stadt oder zum Strand fahren gibt es genug, Bahnstrecken und Zugverbindungen dafür sehr wenige.

Leider ist auch die Preispolitik der Busunternehmen (die zunehmend von gloablen Konzernen vie Veolia, hier in Form von movelia.es, aufgekauft werden) so ungünstig, dass es sich meist schon ab 4 Personen lohnt, ein Auto zu mieten. Zumal das meistens dann sogar mit größerem Luxus (flexible Abfahrtszeiten, Ankunftsorte, Gepäcklager, …) verbunden ist.

Die nun folgende Rechnung ist einfach:
Ein Erasmussemster besteht aus ungefähr 23 Wochen. Das sind potentiell 23 Wochenenden, an denen Gruppen von 3 bis 5 Personen Ausflüge machen möchten.

Bei Europcar zahlt man als unter 26-Jähriger etwa. 154 Euro für einen 4-Türer. 23 Wochenenden mal 154 Euro ergibt 3542 Euro.

Einen passablen Gebrauchtwagen bekommt man hier in Spanien schon für 1.500 Euro. Dazu kommen Gebühren für die Zulassung, Wartung und sonstigen Kleinkram. Großzügig überschlagen haben wir diese Kosten auf 500 Euro pro Semester geschätzt. Es ergeben sich also Ausgaben in Höhe von 2000 Euro.

Und nun der Clou: Selbst in einer kleinen Studentenstadt wie Huelva gibt es garantiert jedes Wochenende die Nachfrage nach mehr als einem Mietauto für studentische Ausflüge. Da wir hier in der Ideenzentrale nicht auf große Gewinne aus sind, würde es also schon reichen, wenn wir das neu erstandene Auto an nur 20 Wochenenden für 100 Euro vermieten. Dann bleieben noch drei Wochenenden für eigene Unternehmungen oder Urlaub.

Als Belohnung für die mutigen Unternehmer, die die 2000 Euro Startinvestition auf sich nehmen, – bei einem Viersitzer würde sich ja eigentlich ein 4×500 €-Crowdinvestment anbieten – gibt es unter der Woche ein Auto kostenfrei zu nutzen. Was man für größere Bier- bzw. Partyeinkäufe als erfolgreiche Erasmusstudenten ja gut gebrauchen könnte.

Umweltfreundlicher und solidarischer wäre nur noch die Implementierung eines Portals wie nachbarschaftsauto.de für Spanien. Aber das kostet vermutlich mehr Zeit und Aufwand wie die oben geschilderte Variante.

Wir wünschen viel Spaß bei der Umsetzung und eine frohe Reisezeit!

Schreibe einen Kommentar