Open Source Bäckerei

In einem ihrer Bücher schreibt Juli Zeh, dass sie erst an die „Einleitung des Postkapitalismus […]“ glaubt, wenn die erste Open Source Bäckerei in ihrer Nachbarschaft eröffne.

Und weil ich im ganzen Internet noch keine Information über überhaupt irgendeine Open Source Bäckerei finden kann, denke ich mir so: Das wär‘ doch mal was.

Vielleicht ähnlich dem Teeladen Chasinho, nur hier im Wedding?

Wer daran ernsthaftes Interesse hat, kann sich gerne melden!

Leihen statt kaufen

Ein Ansatz, der weitesgehend kostenfrei zu wengier Konsum und mehr Gemeinschaft beitragen kann: „Pumpipumpe„-Aufkleber für den Briefkasten.

 

Kostenfrei zu bestellen unter pumpipumpe.ch/sticker-bestellen/

Ziel des Projekts Pumpipumpe ist es, leihfreudige Nachbarn und ihre Gegenstände sichtbar zu machen und die gemeinsame Nutzung von Konsumobjekten zu fördern. Das geschieht nicht im Internet, sondern mit kleinen Aufklebern am Briefkasten, wo Nachbarn und Quartierbewohner täglich vorbeigehen. Sie können so direkt miteinander in Kontakt treten, sich Velopumpi, Akkubohrer oder ein Fondue-Set ausleihen, lernen sich auf diese Weise besser kennen und müssen erst noch weniger Geräte kaufen.

Siehe auch: Artikel im „Spiegel“.

Berliner Fahrradwege

In Berlin längere Strecken mit dem Fahrrad zurück zulegen ist oft eine Qual.

Um auf den miserablen Zustand der Straßen und der Fahrradwege im besonderen, aufmerksam zu machen, fände ich es eine schöne Idee, mir eine Go.Pro Kamera an den Lenker zu schnallen und den Weg von meiner Haustür bis zur Arbeitsstelle, durch zwei Bezirke der Stadt, zu filmen. Zur besseren Verbildlichung vielleicht noch mit einer Visualisierung für Erschütterungen (hat die Kamera einen entsprechenden Sensor?) durch Schlaglöcher, Bodenwellen und so weiter.

Fehlt nur noch so ’ne Kamera.

Spendet oder leiht mir jemand eine?

Eier sparen

Lieber Supermarkt in meiner Nähe,

Ich möchte dir ein Angebot unterbreiten, mit dem Du unnötigen Lebensmittelausschuss und damit Ausgaben sparst und ich leckere Kuchen backen kann:

Zwei mal die Woche komme ich vorbei und überprüfe alle offen stehenden Eierpackungen nach kaputten Eiern. Denn oftmals werden ja ganze 6er oder 10er Packungen nicht gekauft, weil ein angebrochenes Ei darin ist. Sollte ich solche Packungen finden – bei Stichproben in den letzten Tagen waren es mindenstens drei – würde ich die intakten Eier in so viele saubere Packungen wie möglich umpacken und die kaputten fachgerecht entsorgen.

Alles was ich dafür möchte, sind die Eier, die übrig bleiben.

So könnte ich es zum Beispiel schaffen, aus zwei Packungen, die eigentlich nicht mehr verkauft werden würden, eine einwandfreie zu machen und die vier übrigen Eier mit nach Hause nehmen.

Wär‘ das was?

Nachdem wir zwei Jahre nebeneinanderher studiert haben, hatte ich letzte Woche das Vergnügen, Yannick näher kennenzulernen.

Vielen KommilitonInnen bekannt, als der, der immer steht, sehe ich Yannick nun als einen der aktivsten Menschen, die „das gute“, nachhaltige Leben sicher erreichbarer machen werden.

In seinem blog Losgelegt! beschäftigt er sich ausführlich mit der Nachhaltigkeit im kleinen. Die immerwiederkehrende Leitfrage ist

Wie kann ich mein Bedürfnis befriedigen und zugleich meinen ökologischen Fußabdruck verringern?

Und genau unter dem Gesichtspunkt, kann ich seinen jüngsten Beitrag ‚Vom Schuhregal zum Kleiderkreisel‚ nur wärmstens empfehlen.

 

recyclete Ideenblöcke

In Spanien gab es in jedem Universitätsgebäude eine eigene Copistería. ‚Druckerrei‘ ist wohl der deutsche Begriff der dem am nächsten kommt.

In diesen Copisterías hat man alles erdenklich mögliche bekommen, was man fürs Studium so brauchen konnte: Textmaker, Arbeitsblätter, Kopien, Ausdrucke, Scans und auch Ringbindungen.

Beliebige Arbeitsblatt- und Textpakete wurden im Handumdrehen gelocht und auf die weltweit verbreiteten Spiralen gezogen.

Gekostet hat das einen kleinen Centbetrag, genutzt hat es viel.

Und nun zur Idee der Woche:

Ich möchte die unbeschreibbar vielen Fehldrucke, die täglich bei uns in der Hochschule so anfallen, nutzen, in dem ich sie sammle und zu wiederverwertbaren Collegeblöcken mache.

Ersten Schätzungen zufolge sind es mehrere hundert Blatt Papier pro Tag, die allenfalls auf einer Seite bedruckt werden – und die meisten sogar mit lesenswerten Texten. Nur leider in der falschen Auflösung oder Zeit.

Wenn man diese Blätter einfach rumdreht, gewinnt man eine ganz weiße DIN A4 Seite zum beschreiben, die sonst ohne weiteren Nutzen im Altpapier gelandet wäre. Potentielles Ausgangsmaterial ist also genug da.

Warum der Name „Ideenblöcke“?

Sollte man selbst gerade keine Ideen haben, den Block einfach rumdrehen und schon bekommt man die zu sehen, die für andere einmal nicht die passenden waren.

Was zu klären bleibt

  • Welche Druckerei in Berlin kann wie große Papierstapel passend lochen und ringbinden?
  • Besteht die Möglichkeit vielleicht sogar in der ASH Berlin?
  • Wie viel würde diese Ringbindung kosten?
  • Sind die Spiralen von verbrauchten Collegeblöcken wiederverwertbar?
  • Wie viel Geld wärt ihr bereit für so einen Block zu bezahlen?

Ich melde mich wieder, sobald ich die Antworten habe! 😉

Idee: Menschliches Flüchtlingsheim

Die drei Tage im Grandhotel Cosmopolis gingen vorbei, wie im Flug.

Mitnehme ich Inspiration und Mut für meine eigenen Ideen und Bestrebungen. Und weil das hier nunmal die Ideenzentrale ist, möchte ich auch gleich eine weitere Idee festhalten:

In Berlin soll bis 2016 ein außerordentliches Flüchtlingsheim entstehen.

Unter einem Dach vereint werden sollen dabei Lösungen für drei Probleme :

  • Chronischer Mangel von bezahlbarem Wohnraum in Berlin.
  • Segregation und systematische Ausgrenzung von Flüchtlingen.
  • Keine preiswerten Schlaf- und Arbeitsplätze für pendelnde Hochschulangehörige.

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