Pita Escuela

Bei den Vorbereitungen unseres Workcamps bin ich auf die Gründer von Goldeimer gestoßen. Und auf meine obligatorischen „Grüße aus dem Süden Spaniens“ folgte von Malte aus Kiel, schnell die Antwort, wo in Spanien ich denn sei, er habe selber ein paar Monate in Andalusien gelebt. Dazu schickte er mir den Link zur unbedingt besuchenswerten Website „La Pita Escuela„.

Und keine zehn Minuten später, fand ich heraus, dass noch an diesem Wochenende ein Holz Workshop stattfindet.

Innerhalb weniger Stunden hatte Timbe, der seine Kindheit in Deutschland verbrachte und seit etwa 20 Jahren in Spanien lebt, geantwortet, dass er noch Plätze frei hat und sich freut, mich empfangen zu können. So war mir an diesem Freitag vormittag schnell klar: Das wird mein spontaner Wochenendausflug!

Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt!

Von Almería aus fährt man mit dem Bus noch ein Stündchen nach Sorbas, von da aus sind es dann noch 8km bis zur Pita Escuela, die man mit ergonomischem Gepäck in zwei Stunden gemütlich hinter sich lassen kann. Wenn ihr auf dem Weg das Glück haben solltet, dass euch jemand einen lift anbietet, solltet ihr ihm/ihr sagen, dass ihr kurz vor „Los Molinos del Río Aguas“ raus wollt.

Direkt neben der Pita Escuela findet sich übrigens das Sunseed Ecovillage, dass meines Erachtens gar kein Ecovillage ist, weil höchstens eine Hand voll Leute dort seit längerer Zeit leben. Ansonst hat das Sunseed Haus eine recht hohe Fluktuation bzw. eine Menge kurzzeit Freiwillige, die aber beachtliches auf die Beine stellen.

Doch zurück zur Pita Escuela:
In den Workshops, die es zu super bezahlbaren Preisen ganz individuell auszusuchen gibt, haben selbst absolute Amateure wie ich die Möglichkeit, den Umgang mit dem ganz eigenartigen, vor allem ökologisch höchst interessanten, Agavenholz zu lernen.

Mit allerhand Messern, Pfeilen, Sägen und noch viel mehr, kann man hier unter freien Himmel, im niederschlagärmsten Gebiet Europas, seine eigenen Kochlöffel, Lampen oder Souvenirs gestalten. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von Did­ge­ri­doos über Trommeln bis zu magischen Hotels für die Hosentasche wurde hier schon eine ganze Menge hergestellt.

Doch genug geschwärmt!

In meinen Augen eine der schönsten Orte, die man vor allem im kalten, nassen Winter besuchen kann. Fahrt hin, wenn ihr könnt!

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