Wohnraumgewinnung in Berlin

Im Rahmen meines Praktikums beschäftige ich mich ausführlich mit der Wohnraumproblematik in Berlin. Genaugenommen möchte ich herausfinden, wie realistisch Wohnraum für Geflüchtete gewonnen werden kann.

In den letzten Wochen habe ich einige Initiativen kennengelernt und nun mal die fünf Hauptstrategien visualisiert:

Habe ich was vergessen oder übersehen?

Zeitbank für Geflüchtete

Zu einem der Tauschring Wedding Treffen, brachten zwei Social Management Studenten eine interessante Idee mit:

An Flüchtlingsheimen, von denen gerade in Berlin einige entstehen, könnten Anlaufstellen für lokale Tauschringe entstehen. Dort gibt es WLAN + Zugang zu einem Zeitbanksystem, in dem Fähigkeiten, Dienstleistungen und Talente getauscht werden können.

Grundlegend ist die Annahme, dass eine Stunde immer eine Stunde Wert ist – egal ob darin Haare geschnitten oder Fahrräder geschraubt werden.

Ein Beispiel: Ich suche jemanden der/die mein Fahrrad reparieren kann, im Gegenzug könnte ich anbieten, ein webblog aufzusetzen.

Und da es in so einem Tauschring viele TeilnehmerInnen mit vielfältigen Fähigkeiten und Bedürfnissen gibt, entsprechend auch nicht immer jede/r alles direkt braucht, verfügt jede/r über ein Konto, auf dem die getauschte Zeit gutgeschrieben wird. So wird es dann auch möglich, zeitaufwändige Projekte zu realisieren, die beim unmittelbaren 1:1 Tausch sehr schwierig sind.

Ein Wechsel zwischen Zeit und Euro ist dabei nicht unbedingt notwendig. Continue reading

Wer den Begriff Willkommenskultur in einem Artikel über Asylpolitik benutzt, hat noch kein Asylbewerberheim von innen gesehen.

Dieser Gesetzentwurf ist das Schärfste und das Schäbigste, was einem deutschen Ministerium seit der Änderung des Asylgrundrechts vor 21 Jahren eingefallen ist.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Grandhotel Cosmopolis

Heute möchte ich euch eine großartige Idee mit viel Potential zum Nachahmen vorstellen:

Im Grandhotel Metropolis sind engagierte Freiwillige, KünstlerInnen und Flüchtlinge zusammen gekommen, um eine menschenwürdige Unterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende zu schaffen. Gleichsam ist die Unterkunft Hotel, Begnungsstätte und irgendwie auch Kulturzentrum.

Ich bin in jedem Fall stark beeindruckt, was da innerhalb von nur 2 Jahren (?) auf die Beine gestellt wurde, und werde einen längeren Besuch, ja vielleicht sogar ein Praktikum, in Erwägung ziehen.

Auch im K23-Dorfkonzept ist übrigens Platz für Flüchtlinge vorgesehen. Wo sonst trifft man auf so offene Leute?