Dezentrale Unterbringung vs. Heim

Ich habe in der vergangenen Woche mit zwei zentralen Personengruppen der Alice Salomon Hochschule über die Idee des „menschenwürdigen Flüchtlingheims“ gesprochen. Dabei gingen die Meinungen klar in eine Richtung:

Eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen ist sowohl für Student/innen als auch für Geflüchtete wesentlich angenehmer.

So werde ich mich während meines Praktikums im Winter womöglich mehr mit den Möglichkeiten zum Erschließen von Wohnungen beschäftigen.

Wer in den nächsten Monaten ebenso ein Praktikum oder Freiwilligendienst machen muss oder möchte und sich vorstellen kann, die Ideenzentrale bei der Vewirklichung ihrer Projekte zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, uns eine mail zu schreiben an: mitmachen@ideenzentrale.org!

Nachdem wir zwei Jahre nebeneinanderher studiert haben, hatte ich letzte Woche das Vergnügen, Yannick näher kennenzulernen.

Vielen KommilitonInnen bekannt, als der, der immer steht, sehe ich Yannick nun als einen der aktivsten Menschen, die „das gute“, nachhaltige Leben sicher erreichbarer machen werden.

In seinem blog Losgelegt! beschäftigt er sich ausführlich mit der Nachhaltigkeit im kleinen. Die immerwiederkehrende Leitfrage ist

Wie kann ich mein Bedürfnis befriedigen und zugleich meinen ökologischen Fußabdruck verringern?

Und genau unter dem Gesichtspunkt, kann ich seinen jüngsten Beitrag ‚Vom Schuhregal zum Kleiderkreisel‚ nur wärmstens empfehlen.

 

recyclete Ideenblöcke

In Spanien gab es in jedem Universitätsgebäude eine eigene Copistería. ‚Druckerrei‘ ist wohl der deutsche Begriff der dem am nächsten kommt.

In diesen Copisterías hat man alles erdenklich mögliche bekommen, was man fürs Studium so brauchen konnte: Textmaker, Arbeitsblätter, Kopien, Ausdrucke, Scans und auch Ringbindungen.

Beliebige Arbeitsblatt- und Textpakete wurden im Handumdrehen gelocht und auf die weltweit verbreiteten Spiralen gezogen.

Gekostet hat das einen kleinen Centbetrag, genutzt hat es viel.

Und nun zur Idee der Woche:

Ich möchte die unbeschreibbar vielen Fehldrucke, die täglich bei uns in der Hochschule so anfallen, nutzen, in dem ich sie sammle und zu wiederverwertbaren Collegeblöcken mache.

Ersten Schätzungen zufolge sind es mehrere hundert Blatt Papier pro Tag, die allenfalls auf einer Seite bedruckt werden – und die meisten sogar mit lesenswerten Texten. Nur leider in der falschen Auflösung oder Zeit.

Wenn man diese Blätter einfach rumdreht, gewinnt man eine ganz weiße DIN A4 Seite zum beschreiben, die sonst ohne weiteren Nutzen im Altpapier gelandet wäre. Potentielles Ausgangsmaterial ist also genug da.

Warum der Name „Ideenblöcke“?

Sollte man selbst gerade keine Ideen haben, den Block einfach rumdrehen und schon bekommt man die zu sehen, die für andere einmal nicht die passenden waren.

Was zu klären bleibt

  • Welche Druckerei in Berlin kann wie große Papierstapel passend lochen und ringbinden?
  • Besteht die Möglichkeit vielleicht sogar in der ASH Berlin?
  • Wie viel würde diese Ringbindung kosten?
  • Sind die Spiralen von verbrauchten Collegeblöcken wiederverwertbar?
  • Wie viel Geld wärt ihr bereit für so einen Block zu bezahlen?

Ich melde mich wieder, sobald ich die Antworten habe! 😉

Idee: Menschliches Flüchtlingsheim

Die drei Tage im Grandhotel Cosmopolis gingen vorbei, wie im Flug.

Mitnehme ich Inspiration und Mut für meine eigenen Ideen und Bestrebungen. Und weil das hier nunmal die Ideenzentrale ist, möchte ich auch gleich eine weitere Idee festhalten:

In Berlin soll bis 2016 ein außerordentliches Flüchtlingsheim entstehen.

Unter einem Dach vereint werden sollen dabei Lösungen für drei Probleme :

  • Chronischer Mangel von bezahlbarem Wohnraum in Berlin.
  • Segregation und systematische Ausgrenzung von Flüchtlingen.
  • Keine preiswerten Schlaf- und Arbeitsplätze für pendelnde Hochschulangehörige.

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Kaffeebecher

In der ASH-Mensa werden täglich mehr als 500 Kaffees verkauft.
Die meisten davon in Pappbechern mit Plastikdeckeln, auf denen ironischer Weise irgendetwas von 100% nature / gut für die Umwelt suggeriert wird.

GegenBecherverschw

In meinen Augen sind das jede Woche etwa 2000 Becher zu viel, die dann oft auch noch schlecht (also ungetrennt) entsorgt werden.

Mit einer Plakatreihe möchte ich auf diesen Misstand aufmerksam machen, um diese enorme Ressourcenschwendung zu reduzieren.

Wer weitere Ideen dazu hat, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Siehe auch: Plakatwettbewerb

Problem: NPD-Plakate

Vor dem Flüchtlingsheim in Hellersdorf hat die NPD in großem Maße rechtsextreme Plakate aufgehangen.

Mindestens zwei, eher vier Plakate pro Laterne bestimmen nun das Straßenbild in der ohnehin nicht allzuhübschen Gegend.

Einige StudentInnen, die regelmäßig vor Ort sind, überlegten kurzzeitig etwas gegen die Plakate zu unternehmen, sahen sich aber ob etwaiger Repressionsmaßnahmen schnell die Hände gebunden.

Daher erfolgt nun der Aufruf an alle Parteien und andere AkteurInnen, die momentan berechtigt sind, Plakate in Hellersdorf aufzuhängen:

Setzt den Naziplakaten was entgegen!

Die LINKE, Piraten und Grüne habe ich bereits angeschrieben, bislang aber noch keine Aktionszusage erhalten.

Dringlich wird das ganze, weil weitere Neonazis dazu aufgerufen haben, am morgigen 20. April Hitlers Geburtstag auch in dieser Gegend zu feiern.

Ich halte es für ein äußerst unsägliches Zeichen, diesen Plakaten nichts entgegenzusetzen und der NPD damit die Möglichkeit zu bieten unter ihrer eigenen Tapete aufzuziehen. Ich wünsche mir, dass nicht die Nazis allein das Straßenbild vor dem Flüchtlingsheim bestimmen.

Daher meine Bitte: Fragt doch mal deinen Freund in der Partei um Unterstützung und kommt zur Mahnwache, zu der ich gerade leider keinen Aufruf finde, die aber in den nächsten 48 Stunden vor Ort stattfinden soll.

Technohäkeln

Häkeln ist ganz leicht.

Während meines Erasmussemsters in Südspanien habe ich das Häkeln gelernt. Jeden Donnerstag traf sich dort in einem besetzen Gefängnis eine muntere Häkelgruppe, die auch Anfänger wie mich mit offenen Armen empfangen hat. In einer halben Stunde hatte ich die Grundlagen drauf und die Faszination für das einfache Handwerk war schnell da.

Wer sonst nur in der Uni sitzt und endlos Texte lesen soll, wird die Begeisterung für Tätigkeiten an deren Ende man konkrete Dinge in der Hand hält, gut nachvollziehen können.

Daher biete ich ab dem 16. April 2014 einen Häkeltreff im Café Freiraum der ASH Berlin an. Interessierte können sich gerne anmelden, dann bringe ich gleich ausreichend Material mit.

Anfangen werden wir mit einfachen Mützen, weiter geht es mit Stulpen, Ponchos und Taschen.

Die richtige Wolle bekommt ihr im Wollladen eures Vertrauens ;-). Eine musikalische Inspiration findet ihr unter jedentageinset.de

Wir setzen ausschließlich auf Bio-Wollen aus dem Fachhandel. Für Die veganen Häkelfreundinnen und -freunde haben wir auch immer eine Baumwoll / Acrylmischung zur Hand.
Eine Häkelnadel kostet zwischen 2 und 5 Euro und kann von uns erworben werden.

Was? Häkeln für Einsteiger und Fortgeschrittene (all genders & levels welcome) mit netter elektronischer Musik.
Wann? Jeden Mittwoch 12 – 13.30 Uhr
Wo? Café Freiraum, Alice Salomon Hochschule Berlin, Direkt am U-Bhf Hellersdorf. Das Café ist barrierefrei zugänglich.

Kollektivhummus

Wieder zurück in Berlin, können die vielen, in Spanien angesammelten Ideen endlich in die Tat umgesetzt werden!

Nach der eher papierlastigen Gründung der Ideenzentrale e.V. (Satzung) am Anfang der Woche folgt nun die Premiere gleichsam der Auftakt, unseres Hummus Workshops.

In jahrelangen Selbstversuchen habe ich mich nämlich an die ideale Hummusrezeptur herangetastet und nun bin ich mit den richtigen Geräten ausgestattet, um ihn in großen Mengen herzustellen!

Du möchtest etwas abbekommen?

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Für mehr Schenkregale

think global: Jedes Semester reisen mehrere tausend Erasmusstudentinnen und -studenten ins europäische Ausland. Nicht selten werden schon bei der Anreise die Gepäckgewicht-bestimmungen bis an die Grenzen ausgelastet. Doch kommt in den fünf Monaten in einer neuen Wohnung, mit einem neuen leeren Kleiderschrank, noch einiges hinzu.

Ob es sich jetzt aber lohnt, die drei neuen paar Schuhe, die sowieso nur zum hier am Strand spazieren gekauft wurden, den Wasserkocher oder das große Handtuch mit nach Hause zu nehmen und dafür 20 – 80 Euro Übergepäck in kauf zu nehmen?

Ich glaube wohl kaum!

act local: Statt eure tollen Errungenschaften am Ende des Auslandssmesters wegzuwerfen oder dem Vermieter zu überlassen, mache ich euch einen Vorschlag: Continue reading