StoP: Traglufthallen und Containerdörfer

Der Berliner Senat plant die errichtung von sechs Containerdörfern.

Um die immer größere Zahl von Flüchtlingen in Berlin unterzubringen, errichtet der Senat sechs Containerdörfer. Wie Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) am Montag sagte, soll dort insgesamt Platz für 2400 Menschen entstehen[1]

An anderer Stelle macht sich der gleiche Gesundheitssenator sogar für noch windigere Lösungen stark:

„Zelt für Obdachlose […]“ Quelle: Imago (aus [3])

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) auch zwei mit Gebläse betriebene Traglufthallen anmieten will, um kurzfristig Platz für die wachsende Zahl an Flüchtlingen zu schaffen. [2]

Darin spiegelt sich in unseren Augen ganz klar ein Problem: Geflüchtete werden als Menschen zweiter Klasse verstanden, die ein geringeres Recht auf Wohnraum haben. In behelfsmäßigen Provisorien sollen Übergangslösungen geschaffen werden, die die Verantwortlichen möglichst wenig Geld kosten.

Mindestens 34 Millionen Euro werden hier verpulvert, für Bauten von denen jetzt schon klar ist, dass Sie in 10 Jahren nicht mehr genutzt werden können.

Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Siehe auch
[1 ]Artikel in der Berliner Zeitung vom 20.10.
[2] RBB-Artikel zu den Traglufthallen 24.10.[3] „Das ist keine Willkommenskultur“ RBB, 22.10.

Interessante Neuigkeiten aus Frankreich: Geplante Obsoleszenz, also das absichtliche Verbauen von Teilen, die ein Produkt schneller kaputt gehen lassen, soll künftig als Betrugsdelikt geahndet werden. Möglich sind bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe und Bußgelder in Höhe von 300.000€.

Bonusfrage:

kursieren eigentlich unter den Schullehrplangestaltern auch Ideen, Reparaturkurse ab der Grundschule einzuführen, um den Werkunterricht sinnvoll zu ergänzen?

Deutscher Telepolis Artikel dazu.
Siehe auch „Murksmeldungen„.

Für mehr Nachhaltigkeitspolitik!

Heute eine etwas ausführlichere Problembeschreibung, die sich nicht an die smarte StoP-Formulierung hält. Wahrscheinlich, weil es um mehrere Probleme geht, die da zusammenkommen.

ein großer Teil der Bevölkerung […] zieht sich ins Private zurück. „Was kümmert’s mich, solange es mir gut geht“, ist zu hören. Oder: „Sie sind sowieso alle korrupt …“

Nach einer spezifischen Einleitung wird es ab „Endspiel-Zeit“ genereller.

Link zu hintergrund.de

Warum das mit den jungen Menschen und den Parteien nicht so gut klappt?

[…] klingt grau und mau und nach Infostand, und ein Infostand ist das Gegenteil von Träumen und Aufbruch und allem, was Jungsein ist.

[…] also ignorieren sie diese Sätze und reisen lieber ein Jahr in ein indisches Waisenhaus. Da machen sie auch irgendwas mit Visionen, aber bei gutem Wetter.

Ein hervorragend gut geschriebener Artikel in der FAZ.

Wie man auf wilde Ideen kommt? Zum Beispiel ‚Anarchosurrealisten‘ eine Hauptstadt reagieren zu lassen?

[…]nur Kinder glaubten, dass «eine Idee ja einfach so geboren» werde. «Normalerweise haben zwei andere Ideen Sex. In diesem Fall war es Gruppensex.»

Weiterlesen im Tagesanzeiger.

Wer den Begriff Willkommenskultur in einem Artikel über Asylpolitik benutzt, hat noch kein Asylbewerberheim von innen gesehen.

Dieser Gesetzentwurf ist das Schärfste und das Schäbigste, was einem deutschen Ministerium seit der Änderung des Asylgrundrechts vor 21 Jahren eingefallen ist.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Follow Up: NPD Plakate in Hellersdorf

Neue Plakate in HellersdorfMein Aufruf scheint sich herumgesprochen zu haben. Es hat sich etwas getan in Hellersdorf:

Die Piraten waren übrigens die einzige Partei die  auf meine e-mail geantwortet hat. Auf Twitter erwies sich zudem ein Pirat aus dem Süden als ausgesprochen hilfsbereit.

An dieser Stelle noch mal Danke für alle, die mitgeholfen haben! 🙂