Idee: Teppiche weben

Statt alte T-Shirts zu Hängematten zu verarbeiten – was sich auf Grund der schwankenden Qualität des T-Shirt Garns ohnehin als risikobehaftetes Unterfangen erwies – hat sich die Idee nun etwas weiter entwickelt:

Alte Klamotten zu Teppichen

Hier in Lettland macht es eine Gruppe Seniorinnen vor: Aus alten T-Shirts, Pullovern oder auch aus fehlproduzierten Stoffen direkt aus der Textilfabrik, werden wunderschöne Teppiche gewebt:

(c) innovationstories.com

Unter dem Label LUDE wird „design with good karma“ verkauft:

Lude rugs are made entirely from recycled material rescuing up to 2kg of textile waste per rug from getting to landfills. The designs are created by professionals, but products created with the loving hands of senior people.

Ich halte das für ein Erfolgskonzept und würde soetwas ähnliches gerne nachmachen.

Kennt jemand jemanden mit einem Webstuhl? Vorzugsweise im Berliner Umland oder Leipzig?

Oder hat noch jemand einen alten Webstuhl im Keller / der Scheune / übrig?

Ich habe im Sommer zufällig mitbekommen, dass im Bauernmuseum Schlepzig, das etwa 2 Stunden südlich von Berlin liegt, gelehrt werden kann, wie ein Webstuhl funktioniert.

Hat jemand Lust mitzukommen?

Bei fünf Anmeldungen an mitmachen ät ideenzentrale.org kümmere ich mich um einen Termin. Die Unkosten dürften sich auf etwa 15 € pro Person belaufen.

update 27/01/16: In einem Gespräch mit Handgewebt in Berlin stellte sich heraus, dass es kein einfaches ist, eine komplette Hängematte zu weben. Nach der aufwendigen Einrichtung eines Webstuhls müsste man mehrere Tage, sehr viele Stunden am Stück daran arbeiten. Ein pausieren oder wöchentliches Arbeiten an einem Projekt dieser Art wäre nur mit einem eigenen Webstuhl denkbar.

Deswegen wird diese Idee bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Gefängnishäkeln

Funfact am Rande:

Während wir hier in einer munteren Häkelgruppe in einem besetzten Gefängnis / selbstverwalteten Sozial- und Kulturzentrum, das Häkeln gelernt haben, gibt es in der JVA Düsseldorf – einem nicht besetzten Gefängnis – eine reguläre Häkelgruppe.

© Roland Weihrauch/DPA

Verkauft werden deren Produkte anschließend im Knastladen, was mich in der Idee bestärkt, selber demnächst sog. Denkermützen zu vertreiben, die von Studentinnen und Studenten unter fairen Arbeitsbedingungen und aus hochwertigen Materialien hergestellt wurden.

Für die esoterisch angehauchten wären natürlich auch Spezialanfertigungen denkbar, die nur während bestimmter Vorlesungen hergestellt wurden, damit die Mütze entsprechend energetisiert wird und die zukünftige Trägerin maßgeschneidert unterstützen kann 😉