recyclete Ideenblöcke

In Spanien gab es in jedem Universitätsgebäude eine eigene Copistería. ‚Druckerrei‘ ist wohl der deutsche Begriff der dem am nächsten kommt.

In diesen Copisterías hat man alles erdenklich mögliche bekommen, was man fürs Studium so brauchen konnte: Textmaker, Arbeitsblätter, Kopien, Ausdrucke, Scans und auch Ringbindungen.

Beliebige Arbeitsblatt- und Textpakete wurden im Handumdrehen gelocht und auf die weltweit verbreiteten Spiralen gezogen.

Gekostet hat das einen kleinen Centbetrag, genutzt hat es viel.

Und nun zur Idee der Woche:

Ich möchte die unbeschreibbar vielen Fehldrucke, die täglich bei uns in der Hochschule so anfallen, nutzen, in dem ich sie sammle und zu wiederverwertbaren Collegeblöcken mache.

Ersten Schätzungen zufolge sind es mehrere hundert Blatt Papier pro Tag, die allenfalls auf einer Seite bedruckt werden – und die meisten sogar mit lesenswerten Texten. Nur leider in der falschen Auflösung oder Zeit.

Wenn man diese Blätter einfach rumdreht, gewinnt man eine ganz weiße DIN A4 Seite zum beschreiben, die sonst ohne weiteren Nutzen im Altpapier gelandet wäre. Potentielles Ausgangsmaterial ist also genug da.

Warum der Name „Ideenblöcke“?

Sollte man selbst gerade keine Ideen haben, den Block einfach rumdrehen und schon bekommt man die zu sehen, die für andere einmal nicht die passenden waren.

Was zu klären bleibt

  • Welche Druckerei in Berlin kann wie große Papierstapel passend lochen und ringbinden?
  • Besteht die Möglichkeit vielleicht sogar in der ASH Berlin?
  • Wie viel würde diese Ringbindung kosten?
  • Sind die Spiralen von verbrauchten Collegeblöcken wiederverwertbar?
  • Wie viel Geld wärt ihr bereit für so einen Block zu bezahlen?

Ich melde mich wieder, sobald ich die Antworten habe! 😉

Kaffeebecher

In der ASH-Mensa werden täglich mehr als 500 Kaffees verkauft.
Die meisten davon in Pappbechern mit Plastikdeckeln, auf denen ironischer Weise irgendetwas von 100% nature / gut für die Umwelt suggeriert wird.

GegenBecherverschw

In meinen Augen sind das jede Woche etwa 2000 Becher zu viel, die dann oft auch noch schlecht (also ungetrennt) entsorgt werden.

Mit einer Plakatreihe möchte ich auf diesen Misstand aufmerksam machen, um diese enorme Ressourcenschwendung zu reduzieren.

Wer weitere Ideen dazu hat, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Siehe auch: Plakatwettbewerb