Weltverbesserung als Teamevent

Ich glaube die meisten Gruppen, gleichsam die meisten Menschen, wissen was sie tun müssten, um die Welt, ihre Organisation oder auch nur ganz individuell ihren Wirkungs- und Wahrnehmungsbereich etwas besser zu machen.

Von “wir sollten weniger Pappbecher benutzen und lieber ein paar Tassen in unsere Teeküche stellen“ bis zur Integration von Geflüchteten in die eigenen Strukturen (Wohngemeinschaften, Vereine, Betriebe, die Ferienwohnung die meistens sowieso leer steht) ist vieles denkbar und meiner Einschätzung nach durch einfaches Nachfragen und kurzes Reflektieren abrufbar.

Daraus ergibt sich bei mir die Idee, sich mit einem Personenkreis seiner Wahl einmal Zeit zu nehmen und sich zusammensetzen um die folgenden Fragen zu besprechen:

  • Was könnte hier [im Gebiet / Betrieb / zwischen-menschlichen Zusammenleben / …] noch besser sein?
  • Welchen Anteil habe ich daran?
  • Was kann ich und was können wir tun, um dem Idealzustand näher zu kommen? (Um so spezifischer die Antwort, desto besser)

Das ganze am besten ausgestattet mit Stiften und Post-It’s oder Kärtchen für jede/n, so dass alle ihre Gedanken gleich festhalten können.

Wenn dann anschließend noch ein paar Stunden Zeit bleibt, um die gesammelten Ideen in die Tat umzusetzen und am Ende des Tages gemeinsam zurückzuschauen mit den Fragen „Was hat gut geklappt? Was sollte noch fortgesetzt werden? “
sollte daraus ein anschauliches, ja vor allem handfestes und handlungsorientiertes Teamevent werden können.

Ich werde das in Kürze mit einer Gruppe Studierender ausprobieren und wenns gut läuft, vielleicht im nächsten Jahr sogar mit einem Betrieb. #changechallenge

Grandhotel Cosmopolis

Heute möchte ich euch eine großartige Idee mit viel Potential zum Nachahmen vorstellen:

Im Grandhotel Metropolis sind engagierte Freiwillige, KünstlerInnen und Flüchtlinge zusammen gekommen, um eine menschenwürdige Unterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende zu schaffen. Gleichsam ist die Unterkunft Hotel, Begnungsstätte und irgendwie auch Kulturzentrum.

Ich bin in jedem Fall stark beeindruckt, was da innerhalb von nur 2 Jahren (?) auf die Beine gestellt wurde, und werde einen längeren Besuch, ja vielleicht sogar ein Praktikum, in Erwägung ziehen.

Auch im K23-Dorfkonzept ist übrigens Platz für Flüchtlinge vorgesehen. Wo sonst trifft man auf so offene Leute?

Linksammlung I: Weltverbesserungstechnik

Websiten, Plattformen und Initativen, die die Welt verbessern:

  • HelpX.net Sammelt Möglichkeiten auf der ganzen Welt für Kost & Logis zu arbeiten. Von Hausaufgaben machen mit australischen Kindern bis Häuser bauen in Marrokko ist alles dabei.
  • betterplace.org Hat neben der international beworbenen Spendenplattform auch eine Karte für ehrenamtliches Engagements in vielen Ländern der Welt, see http://www.betterplace.org/de/discover-volunteering
  • Der Heldenrat qualifiziert und berät andere, die Helfen wollen, völlig kostenfrei.
  • gen.ecovillage.org Die zentrale Plattform für alle Fragen zu Ecovillages, inklusive Anleitungen u.a. zum Häuserbau.
  • wheelmap.org Wie barriefrei ist das hier wirklich?
  • indiegogo.com Crowdfunding für den guten Zweck.
  • admittingfailure.com/reading-room/ (englische) Geschichten vom Scheitern.

Dazu gekommen: (18.01.14)

  • Auf fairleihen.de gibt es allerlei nützliche Sachen zu (ver)leihen. Momentan leider nur in Berlin, wie’s aussieht.
  • Changemaker MOOC Ein e-Learningkurs mit dem Ziel, Projekte zu konzipieren, die der Gesellschaft nutzen.

Was kennt ihr noch?