Aus eigener Erfahrung kenne ich die Abgründe, die sich auftun, wenn man einen geliebten Menschen verliert.

“Trauern ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir den Mut haben, andere zu lieben.”

Irvin Yalom in seinem Buch “Unzertrennlich.”

Als ich 2020 meine eigene Tochter beerdigt habe, war mein erster Eindruck, dass ich diesen Schmerz niemals verkraften könnte. Doch mit guten Freund:innen, treuen Wegbegleitern und einer selbst ins Leben gerufenen Trauergruppe für Sternenkinder-Eltern ist es mir gelungen, dieses Tal zu durchschreiten und wieder zurück ins Leben, zur Freude, Lebendigkeit und sogar Leichtigkeit zu finden.

Als 2023 vollkommen überraschend mein geliebter Vater an Knochenmarkkrebs erkrankte und innerhalb von drei Wochen dahingerafft wurde, blieben mir nur wenige Tage und Stunden Abschied zu nehmen. Seither weiß ich wie unendlich schwer – aber auch verbindend – Abschiede sein können. Das Nahe-Sein auf dem Sterbebett mit meinem Papa war zunerst ungewohnt, aber sehr heilsam. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig körperliche Präsenz in Zeiten emotionaler Krisen ist.

Aus meinen eigenen Trauerprozessen ist mir die Fehlannahme, allen eine Last zu sein, vertraut. Auch in meinen gestalttherapeutischen Prozessbegleitungen begnegt mir der Glaubenssatz mit ‘schlechten Gefühlen’ nicht erwünscht zu sein, gelegentlich.

Dabei halte ich es mit Jorge Bucay: Jede Träne, die wir weinen, entlastet unsere Seele auf Dauer.

“There´s a crack in everything. That´s how the light gets in.”

Leonard Cohen

Will sagen: Ich sehe Trauerprozesse als Phasen der Verwandlung. Wenn Du deiner Traurigkeit Raum und Aufmerksamkeit schenkst, zeigt sie dir, was wirklich wichtig ist. Auch wenn Du dich zeitweise fürchtest, im Ozean der Traurigkeit unterzugehen.

Und vor genau diesem Hintergrund lade ich Dich ein, Dich bei mir zu melden. Schreib’ mir eine e-mail oder lass uns telefonisch einen Termin für ein Erstgespräch finden. Es wäre schade, wenn Du im Trauersumpf stecken bleibst.

Du musst das alles nicht mit dir allein ausmachen. Es steht dir aber natürlich frei 😉

Und falls Du lieber die heilsame Erfahrung einer unterstützenden Gruppe machen willst, schreib’ mir einfach kurz, dann lade ich dich zum nächsten Gruppenabend ein. Die finden ab Februar 2024 einmal pro Monat statt, dauern gut zwei Stunden und sind eine Gelegenheit in Deinem ganz persönlichen Prozess sichtbar zu werden und Mitgefühl von anderen Menschen zu bekommen, die wissen, wie es sich anfühlt.